Die Idee visualisieren
Meine Rolle beschränkt sich darauf, den Scheinwerfer auf dieses Architekturdenkmal zu richten und zu zeigen, was mit dem 1.43:1-Format an diesem Ort denkbar wäre.
Das markante Architektur-Unikat, das Ei im Mainfrankenpark steht leer. Diese Konzeptidee zeigt, wie aus dem Raumwunder ein im Land einzigartiger analoger 1.43:1-Filmpalast werden könnte. Ein offener Impuls für Visionäre und Kulturschaffende.
Diese Website ist kein fertiger Geschäftsplan eines Unternehmens, sondern ein gemeinschaftlicher Aufruf. Ich möchte den Anstoß geben, das visuelle und kulturelle Potenzial dieses Ortes sichtbar zu machen, damit wir als Filmfans gemeinsam etwas Einzigartiges auf die Beine stellen können.
Meine Rolle beschränkt sich darauf, den Scheinwerfer auf dieses Architekturdenkmal zu richten und zu zeigen, was mit dem 1.43:1-Format an diesem Ort denkbar wäre.
Die knapp 30 Meter hohe Kuppel in Dettelbach wurde ursprünglich exakt für dieses Format gebaut. Es ist die perfekte, ungenutzte Hülle für analoges Großformatkino.
Die operative Umsetzung, Sanierung und Trägerschaft erfordert Spezialisten. Das Ziel ist es, die Community, Betreiber und Technik-Enthusiasten auf diese Chance aufmerksam zu machen.
Kinos weltweit setzen auf flache, digitale Leinwände – das Kino verliert seine Magie. 15/70mm ist das ratternde Gegengift: 15 Perforationslöcher pro Bild auf 70mm breitem Zelluloid erzeugen eine physische Präsenz, die digital unerreicht ist.
Normale Kinos müssen das gigantische Bild oben und unten beschneiden. Die Vision nutzt die volle Höhe der Kuppel für das unbeschnittene Originalformat.
Der Film läuft horizontal durch den Projektor. Das Bildfeld ist so gewaltig, dass es einer extrem hohen digitalen Auflösung entspricht. Ein pures, tiefes Erlebnis.
Keine sterilen Pixel, sondern echtes Licht, das durch organisches Material fällt. Es geht um den Erhalt einer bedrohten mechanischen Handwerkskunst.
Wer aktuell echtes analoges 15/70mm im originalen 1.43:1-Format erleben will, muss weite Wege auf sich nehmen. Zwar gibt es in Deutschland noch Leinwände in dieser gewaltigen Höhe (wie in Sinsheim oder Karlsruhe) oder mit weltweiten Rekord-Breiten (wie das IMAX in Leonberg), aber die entscheidende Kombination fehlt: Diese Säle setzen auf digitale Laser-Projektion oder nutzen ein anderes Seitenverhältnis. Kein einziges Kino im DACH-Raum kann das volle Bildformat noch mechanisch und rein analog projizieren.
Flora. Eine der nächsten Möglichkeiten, um analoge Filme im gigantischen 1.43:1-Format zu erleben.
Kinepolis. Auch hierhin müssen Filmfans aus Deutschland reisen, um echtes analoges 15/70mm in der vollen Bildhöhe zu sehen.
BFI / Science Museum. Weltbekannte Pilgerstätten für Cineasten, aber mit enormer Anreise für das analoge Erlebnis verbunden.
Das damalige IMAX im „Ei“ scheiterte an mangelnder Faszination für die damaligen Dokumentar-Inhalte und am brutalen Kostendruck einer Branche im Umbruch. Heute hat sich das Blatt komplett gewendet: In einer Welt des digitalen Überflusses ist das wuchtige 15/70-Zelluloid vom reinen Kostenfaktor zum raren Premium-Erlebnis aufgestiegen.
Liefen früher im IMAX fast ausschließlich 45-minütige Naturdokumentationen, drehen heute Top-Regisseure wie Christopher Nolan abendfüllende Hollywood-Event-Filme gezielt für dieses Format.
Damals war 15/70mm der Standard für IMAX-Kinos. Heute ist fast alles digitalisiert. Echte analoge Projektoren sind zu einer absoluten weltweiten Rarität geworden.
Wenn heute ein Film wie Oppenheimer in 15/70mm gezeigt wird, pilgern Cineasten hunderte Kilometer weit. Wie weltweite Beispiele auch abseits von Millionenstädten (Regina, Grand Rapids, Bradford) zeigen, verwandelt sich das Kino dadurch zur überregionalen Pilgerstätte.
Was auf den ersten Blick wie „Kino in der Provinz“ wirken könnte, ist bei genauerer Betrachtung der logistisch beste Standort in der Mitte Deutschlands für ein Nischenangebot mit riesigem Einzugsgebiet.
Der Mainfrankenpark liegt exakt am Schnittpunkt der A3 und A7. Besser kann man eine Location für überregionale Besucher verkehrstechnisch nicht anbinden.
Das Einzugsgebiet umfasst problemlos den gesamten Raum Frankfurt/Rhein-Main, Nürnberg, Stuttgart und Kassel – Distanzen, die für ein Event-Kino am Wochenende gerne akzeptiert werden.
Im Gegensatz zur Großstadt gibt es hier keine Parkplatzsuche. Riesige, ebenerdige Parkflächen direkt vor der Tür und bestehende Gastronomie runden den Besuch perfekt ab.
Ein Vorhaben dieser Größenordnung lässt sich nicht mit standardisierten Multiplex-Strukturen umsetzen. Wir Filmfans müssen gemeinsam überlegen, welche Wege für unser Kino tragfähig sind. Dank der einmaligen Architektur der 30-Meter-Kuppel stehen uns verschiedene Möglichkeiten offen.
Denkbar wäre ein landesweites gemeinschaftliches Modell wie eine Genossenschaft oder ein Förderverein, bei dem viele Schultern das Projekt tragen.
Um das Gebäude nicht nur baulich in einen sicheren Zustand zu versetzen, sondern auch kulturell neu zu beleben, könnten neben Zuschüssen für die Sanierung auch gezielte Fördermittel für regionale Kulturarbeit und Filmkunst eine zentrale Rolle spielen.
Ein lebendiger Spielbetrieb als echtes Wunsch-Kino: Von der Community abgestimmte Kinoklassiker unter der Woche und seltene analoge 15/70-Meisterwerke als überregionale Wochenend-Highlights.
Ein Knackpunkt sind die seltenen 15/70-Filmkopien. Da IMAX meist exklusive Standorte erwartet, bräuchte es hier clevere Verhandlungen für neue Kooperationsmodelle oder alternative Spielpläne.
Welche Ausrichtung trägt das Kino in die Zukunft? Von reinem Community-Betrieb bis zum exklusiven IMAX-Großprojekt stehen verschiedene Optionen zur Diskussion.
Ein unabhängiges Kino, komplett getragen von einer Genossenschaft. Auch ohne Verträge mit großen Filmstudios oder IMAX bleibt die 30-Meter-Kuppel ein gigantischer USP. Technisch flexibel, aber inhaltlich frei: Perfekt für kuratierte 70mm-Klassiker, digitales Arthouse, Filmfestivals und regionale Kulturförderung.
Eine rein kommerzielle Partnerschaft. Das sichert zwar den Zugriff auf die raren 15/70-Kopien, führt aber zu harten Konzernvorgaben: Man müsste fast durchgehend digitale Hollywood-Blockbuster zeigen. Die Folge wäre eine direkte Kannibalisierung und Konkurrenz zum benachbarten Cineworld und keinen Raum für ein eigenständiges Community-Programm lässt.
Das Beste aus beiden Welten durch ein technisches Dual-System: Der historische 15/70mm-Projektor dient als weltweites Aushängeschild für rare analoge Blockbuster am Wochenende. Unter der Woche ermöglicht ein modernes digitales Laser-System einen rentablen, flexiblen Spielbetrieb für Community-Filmreihen und Kultur – als bewusste Ergänzung, ohne in Konkurrenz zum benachbarten Multiplex zu treten.
Das Herzstück der Vision lässt sich nicht einfach im Katalog bestellen. Weltweit existieren nur noch wenige funktionsfähige 15/70mm-Projektoren. Viele dieser tonnenschweren, mechanischen Meisterwerke schlummern heute ungenutzt in stillgelegten Science-Centern oder Museumsdepots auf der ganzen Welt. Und genau hier wird aus dem Konzept ein echtes Community-Projekt: Wir brauchen das Schwarmwissen des Internets!
Weißt du, wo ein solcher Großformat-Projektor aktuell ungenutzt verstaubt? Hast du Kontakte zu Kinotechnikern, Museen oder internationalen Film-Netzwerken? Teile die Suche in Fachforen und lass uns gemeinsam die Branche mobilisieren.
Selbst wenn wir eine Maschine finden: Der Abbau, der sichere Transport und die fachgerechte Restauration eines solchen mechanischen Meisterwerks erfordern Spezialwissen. Auch für diesen Schritt braucht man engagierte Techniker und Partner.
Sollte dieses Projekt durch die Crowd und engagierte Unterstützer Realität werden, steht eines fest: Wer uns den entscheidenden Tipp liefert, der zur Rettung und Beschaffung unseres Projektors führt, bekommt einen lebenslangen, gravierten Stammplatz für alle zukünftigen 15/70mm-Events.
Transparenz bedeutet auch, Worst-Case-Szenarien von Beginn an offen einzuplanen und Lösungsansätze zu diskutieren. Hier sind die detaillierten Überlegungen zu den harten Fakten.
Nicht die Kinotechnik (geschätzt ca. 1,5 Mio. €) stellt die größte Hürde dar, sondern die seit Jahren leerstehende Immobilie. Eine Kernsanierung der 4.000 qm (Betoninstandsetzung, spezielles Klima-System für 30 Meter Raumhöhe, moderner Brandschutz) wird grob auf 4,0 bis 8,5 Mio. € geschätzt. Um ein solches Risiko kontrollierbar zu machen, schlägt der Entwurf ein Phasenmodell vor: In einer ersten Phase ließe sich zunächst ausschließlich der Kinosaal sichern. Der Ausbau der Nebenflächen (z. B. zu Büros oder Studios) würde idealerweise erst sukzessive erfolgen, sobald feste Vorverträge mit Mietern vorliegen.
Um die gewaltigen Fixkosten der Immobilie vom unberechenbaren Ticketverkauf zu entkoppeln, skizziert das Konzept ein sogenanntes Zwei-Säulen-Modell: Eine zu gründende Genossenschaft (eG) könnte die Immobilie erwerben, den Spielbetrieb unter der Woche leiten und Nebenflächen gewerblich vermieten. Parallel dazu ließe sich ein gemeinnütziger Kulturträger (z. B. ein e.V. oder eine gGmbH) etablieren, der sich am Wochenende um den Erhalt der historischen Vorführtechnik kümmert. Ein solcher Aufbau würde steuerlich absetzbare Spenden ermöglichen und die Türen für staatliche Fördermittel oder Stiftungsgelder öffnen.
Transparenz bedeutet, Worst-Case-Szenarien von Beginn an offen einzuplanen. Sollte ein detailliertes Baugutachten ergeben, dass die Betonsubstanz des Gebäudes absolut unwirtschaftlich zu retten ist, würde eine Exit-Strategie greifen. Die Idee einer starken Community-Genossenschaft und der 15/70mm-Vision sind nicht blind an dieses eine Gebäude gefesselt. Das Konzept ist bewusst so flexibel gestaltet, dass es sich bei Bedarf auf eine andere, strukturell besser erhaltene Kino-Immobilie übertragen ließe.
Zeigen wir, dass es eine Nachfrage für analoge Filmkunst und den Erhalt der Kuppel gibt. Trage dich völlig unverbindlich ein. Nur wenn wir als Community stark genug auftreten, lohnt es sich, diese Vision weiterzudenken.